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Heilpädagogische Praxis Vision


tiergestützte Therapie
Silke Damisch

Tiergestützte Therapie

Wir haben oben den Menschen als mehrdimensionales Wesen dargestellt. An dieser Stelle möchte ich erweiternd festhalten: Der Mensch ist auf ein Du hin angelegt. Menschliches Sein ist ein Sein in Beziehung. „Der Mensch wird am Du zum Ich“, so Martin Buber [14] .

Tiere können die Aufgabe eines therapeutischen Begleiters erfüllen [15] . Sie können den Zugang, zu den im Menschen angelegten Seinskräften öffnen. Teutsch [16] spricht an dieser Stelle von "Du-Evidenz", welche präverbal und vorwiegend im emotionalen Bereich angelegt ist.
Kontakt mit dem Hund aufnehmen, Streicheln, Kuscheln, aber auch das Beachten von Regeln und Grenzen im Umgang mit dem Tier ermöglichen vielfältige sensomotorische, sozial-emotionale und kognitive Erfahrungen.

Das nachfolgende Schaubild zeigt das trianguläre Beziehungssystem, welches sich während der Therapie entwickelt.
Schema Beziehungsraum

Die alleinige Präsenz eines Tieres während der Therapie führt nachweislich zu einer Entspannung des Menschen. Streicheln, Berührung des weichen Felles, führen zu einer Veränderung des Blutdruckes und der Herzfrequenz [17] . Unser vegetatives Nervensystem reagiert.

Therapiehund Joni

Kind mit Therapiehündin Joni


Ein Tier kann beispielsweise über das gemeinsame Spiel als Mittler Vertrauen schaffen. Das nonverbale Vokabular eines Hundes erreicht einen körperlich, seelisch oder auch geistig beeinträchtigten Menschen mitunter besser als die Sprache des Therapeuten. Der Golden Retriever [18] eignet sich aufgrund seines freundlichen Wesens sehr gut für diese Aufgabe.

In einer entspannten Situation fällt es wesentlich leichter, Probleme anzusprechen oder auch konkrete Schritte ins Auge zu fassen. Eine Lebensperspektive bahnt sich an, eine Vision formiert sich.